eine ode an die liebe

 

 

liebe sich wer kann

 

 

liebe sich, wer kann. was genau bedeutet das? ein satz großer bedeutung in alle nur erdenklichen richtungen.

bezogen auf das thema selbstliebe reden wir hier von stärken und schwächen.

auf physischer wie psychischer basis, meist auch verbunden durch oder mit der ästhetik. 

sich selbst zu lieben ist leichter gesagt als getan, das steht nicht zur debatte.

 

doch lernen wir unsere schwächen zu respektieren oder manche macken gar zu lieben, so bauen wir ein fundament für unsere stärken.

das eine kann nicht ohne das andere existieren, was dazu führt, dass in wahren momenten der stärke,

die schwäche uns die hand reicht oder die stärke und wieder aufhilft, wenn unsere schwache seite uns nach unten zieht.

das macht unseren geist komplett.

 

warum wollen wir etwas, dass so offensichtlich zusammengehört, separieren und einen teil stiefmütterlich von uns wegstoßen?

 vielleicht sollten wir lernen, den prozess zu lieben, denn unser körper und geist verändern sich mit jedem tag, den wir älter werden.

selbstliebe.

mit allem drum und dran. emotionen wie wut, agression, trauer oder freude, liebe und herzlichkeit.

auf den ersten blick eine gute und eine schlechte seite.

positive und negative emotionen.

schmerz und freude.

doch auch hier gibt es keine liebe ohne hass empfunden zu haben und keine freude ohne schmerz empfunden zu haben, und umgekehrt. herzlichkeit ist das resultat.

das alles erfordert eine menge mut, in einer gesellschaft, die uns oft gegenteiliges zeigt.

 

des weiteren lässt sich dieser satz auch hervorragend auf die generation „beziehungsunfähig“ beziehen. zu einer zeit, in der wir alles locker nehmen können und ohne jeglichen stress oder geheimniskrämerei unsere sexualität auskosten, bin ich mir nicht mehr sicher ob wir uns nicht in einer neuen norm verloren haben.

in einer überholten form des standardisierten bild einer regulär funktionierenden beziehung. Wie sieht das aus?

 

dates, es folgen regelmäßiger kontakt und körperliche nähe. nur ohne höhere emotionen. alles nur „freundschaftlich“. es scheint mir als würden wir heute einen imaginären vertrag unterschreiben, wenn wir einer anderen, für unser leben bedeutsamen person unsere gefühle gestehen.

 

vor allem aber, so sagt mir mein gefühl ist die schwerste aufgabe uns selbst los zu lassen und uns einzugestehen, dass es dort jemanden gibt der uns gefährlich werden könnte.

warum? weil es dann jemanden in unserem leben gibt, der das fundament unserer stärken untermauert und bekräftig?

haben wir angst, dass es zusammen bricht, sollten sich die wege trennen? oder wollen wir uns einfach nicht die möglichkeit auf weitere optionen nehmen? und heißt es nicht wer sich immer alle türen offen hält, wird sein leben auf dem flur verbringen?

 

ich würde mir wünschen mehr liebe zu sehen, hören und zu spüren. den moment auskosten. fühlen wir es? warum sagen wir es nicht und leben es? sorgen diese erfahrungen denn nicht für einen sehr viel wertvolleren erfahrungs- und erinnerungsschatz, der uns eine viel größere bereitschaft geben würde uns und auch andere glücklicher zu machen. zumindest für den moment. wer weiß wie viele momente folgen. Und komme was wolle, aber man hat es erlebt!

 

zwanglose liebe und die freiheit, die wir im 21 jahrhundert wahrhaftig genießen und ausleben können sind von elimentärer bedeutsamkeit.

doch vielleicht sollten wir aufpassen, dass es nicht zum permanenten Zustand wird aus der Phrase heraus, dass wir es eben können.

 

und zu guter letzt auf meiner liste, die liebe zum anderen geschlecht. wenn sich zwei menschen lieben, wie kann sich ein dritter daran stören?

warum lassen wir nicht einfach andere lieben, wie und wen sie wollen, und freuen uns an ihrem glück?

es gibt für mich keinen erkennbaren grund. 

und auch das argument 'es ist unnatürlich' lasse ich nicht gelten. 1. ist es nicht.. 2. was ist denn heute noch natürlich?

 

genauso sehr wünsche ich mir die akzeptanz der eigenen definierung des geschlechts!

 

es soll bitte jeder so glücklich sein, wie er selbst es für sich sieht. dieses glück, macht diese welt zu einem besseren platz!

 

in diesem sinne:

 

Lang lebe die Liebe!